Graffitischutz: damit die nächste Reinigung eine Kleinigkeit ist
Eine Anti-Graffiti-Beschichtung verhindert kein Sprühen. Sie sorgt dafür, dass die Farbe nicht mehr in die Fassade einzieht — und dass das nächste Mal deutlich schneller und günstiger erledigt ist.
Was eine Schutzbeschichtung tatsächlich tut
Das Problem bei Graffiti ist selten die Farbe an der Oberfläche. Es ist die Farbe, die in die Poren gezogen ist.
Putz, Klinker, Sandstein und Waschbeton saugen. Sprühlack dringt in die Struktur ein, und je länger er dort sitzt, desto tiefer. Deshalb ist die Entfernung auf porösem Untergrund aufwendig — man muss die Farbe aus dem Material herausholen, nicht von ihm herunter.
Eine Schutzbeschichtung schließt genau diesen Weg. Sie legt sich als Sperre auf oder in die oberste Schicht, sodass der Lack darauf liegen bleibt, statt einzuziehen. Beim nächsten Mal wird der Farbauftrag von einer geschlossenen Fläche genommen — nicht aus einem Schwamm.
Was sie nicht tut: abschrecken. Wer sprühen will, sprüht. Der Unterschied zeigt sich erst danach — in Aufwand, Zeit und Preis.
Opferschicht oder dauerhafte Beschichtung
Anti-Graffiti-Systeme gibt es in zwei Grundformen. Welche passt, hängt vom Untergrund ab — und davon, wie oft mit Sprühern zu rechnen ist.
Opferschicht (temporär)
Ein wachs- oder polymerbasierter Film liegt auf der Fassade. Wird gesprüht, nimmt man Schutzschicht und Farbe zusammen ab und trägt den Schutz neu auf. Der Vorteil: sehr diffusionsoffen, deshalb auch auf empfindlichem und historischem Material einsetzbar. Der Nachteil: nach jedem Vorfall neu aufzubringen.
Permanente Beschichtung
Ein dauerhaft vernetzendes System bleibt nach der Reinigung erhalten und übersteht mehrere Vorfälle. Es hält länger, ist aber dichter — auf Untergründen, die atmen müssen, ist es deshalb nicht immer die richtige Wahl.
Welches System auf Ihre Fläche gehört, entscheiden Untergrund, Saugverhalten und die Frage, wie oft es Sie bisher getroffen hat. Das klären wir bei der Besichtigung, bevor irgendetwas aufgetragen wird.
Für wen Schutz sinnvoll ist — und für wen nicht
Wiederholungsflächen
Wenn dieselbe Wand zum zweiten oder dritten Mal getroffen wurde, ist die Lage klar. Ab da liegt der Schutz meist unter den Kosten der Reinigungen, die er erspart.
Poröse Untergründe
Rauputz, Klinker, Waschbeton und Sandstein saugen am stärksten — hier ist der Unterschied zwischen geschützt und ungeschützt am größten.
Sockel und Erdgeschoss
Getroffen wird, was in Reichweite ist. Die unteren zweieinhalb Meter zu schützen bringt fast den vollen Effekt bei einem Bruchteil der Fläche.
Eher nicht nötig
Bei glatten Flächen — lackiertem Metall, Glas, Sichtbeton mit dichter Oberfläche — geht die Farbe ohnehin leicht ab. Und nach einem einmaligen Vorfall in ruhiger Lage ist Abwarten meist die günstigere Entscheidung. Auch das sagen wir Ihnen.
Erst sauber, dann geschützt
Eine Schutzbeschichtung kommt immer auf eine gereinigte Fläche. Über Restfarbe aufgetragen, wird diese dauerhaft eingeschlossen.
- BesichtigungUntergrund, Saugverhalten und Vorgeschichte der Fläche ansehen — kostenlos.
- ReinigenDie Fläche wird chemiefrei und trocken von allen Altanhaftungen befreit.
- BeschichtenDas passende System wird gleichmäßig aufgetragen, die Umgebung bleibt abgedeckt.
- DanachSie wissen, welches System darauf ist — wichtig für jede spätere Reinigung.
Den letzten Punkt unterschätzen viele. Wer nicht weiß, welche Beschichtung auf der Fassade liegt, riskiert bei der nächsten Reinigung, sie mit zu entfernen. Sie bekommen die Angabe schriftlich.
Was der Schutz kostet
Der Preis hängt vom System, vom Saugverhalten des Untergrunds und von der Fläche ab. Wir nennen ihn im Angebot — getrennt von der Reinigung, damit Sie beides einzeln beurteilen können.
Die Rechnung, die zählt, ist eine andere: Was kostet Sie eine Reinigung heute, und wie oft im Jahr fällt sie an? Die Graffitientfernung auf ungeschütztem, porösem Untergrund liegt bei uns zwischen 69 € und 99 € pro Quadratmeter, mindestens 357 € je Einsatz. Auf geschützter Fläche sinkt der Aufwand deutlich — die Farbe wird abgenommen, nicht herausgeholt.
Bei zwei Vorfällen im Jahr ist das schnell gerechnet. Bei einem in fünf Jahren nicht. Wir sagen Ihnen ehrlich, in welchem Fall Sie sind.
Was zum Graffitischutz gefragt wird
Verhindert eine Beschichtung, dass gesprüht wird?
Nein. Wer sprühen will, wird sprühen — man sieht der Wand nicht an, dass sie beschichtet ist. Der Nutzen liegt vollständig danach: Die Farbe zieht nicht ein, die Entfernung ist schneller, schonender und günstiger. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, verkauft Ihnen eine Erwartung, die das Produkt nicht einlösen kann.
Sieht man die Beschichtung?
Bei fachgerechtem Auftrag bleibt die Fassade optisch weitgehend unverändert. Auf saugenden Untergründen kann sich der Farbton leicht vertiefen, ähnlich wie bei Nässe — das gehört zur Beratung und wird auf Wunsch vorab an einer unauffälligen Stelle gezeigt.
Wie lange hält der Schutz?
Das hängt vom System ab. Eine Opferschicht wird nach jedem Vorfall erneuert, eine permanente Beschichtung übersteht mehrere. Nach welcher Zeit unabhängig von Vorfällen aufgefrischt werden sollte, richtet sich nach Produkt, Untergrund und Wetterseite — die Angabe bekommen Sie zum jeweiligen System, nicht als Pauschalversprechen.
Geht das auch an denkmalgeschützten Gebäuden?
Grundsätzlich ja, aber nicht mit jedem System — historisches Mauerwerk muss diffusionsoffen bleiben. Diffusionsoffene Opferschichten sind hier der übliche Weg. Bei denkmalgeschützten Objekten wird das Vorgehen vorab mit Ihnen und, wo nötig, mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt.
Kann ich eine beschichtete Fläche später überstreichen?
Nur eingeschränkt. Genau die Eigenschaft, die den Schutz ausmacht — nichts haftet dauerhaft an —, verhindert auch, dass Farbe hält. Wenn ein Anstrich absehbar ist, gehört er vor die Beschichtung. Sagen Sie uns das bei der Besichtigung.
Muss die Fassade vorher gereinigt werden?
Ja, immer. Eine Beschichtung schließt ein, was darunter liegt. Auf Restfarbe oder Algenbelag aufgetragen, konserviert sie beides dauerhaft. Reinigung und Schutz gehören deshalb in einen Arbeitsgang.
Schutz für Ihre Fläche prüfen
Sagen Sie uns, um welchen Untergrund es geht und wie oft die Fläche schon getroffen wurde. Wir sagen Ihnen, ob sich Schutz lohnt.
Graffitischutz in München und Umland
Wir beschichten im gesamten Münchner Stadtgebiet und im Umland — unter anderem in Dachau, Karlsfeld, Germering, Fürstenfeldbruck, Gräfelfing, Planegg, Gauting, Starnberg, Unterschleißheim, Garching, Ismaning, Haar, Freising und Erding. Der Betrieb sitzt in der Lützelsteiner Straße 17 in 80939 München.
Vor dem Schutz steht die Graffitientfernung, häufig zusammen mit einer Fassadenreinigung. Was das kostet, steht auf der Seite Kosten.
Schon zum zweiten Mal getroffen?
Dann lohnt sich das Gespräch. Schicken Sie ein Foto per WhatsApp oder rufen Sie an — Beratung und Angebot kosten nichts.